Eine kleine Presseschau zur Floskelwolke

Nach dem Start der Floskelwolke am Montag hatten Sebastian Pertsch und ich mit überschaubarer Resonanz gerechnet, denn neu ist das Thema ja nun wirklich nicht. Wir hatten uns geirrt. Uns ist die digitale Bude eingerannt worden! Innerhalb von 24 Stunden verzeichnete die Statistik der Seite 14.000 Unique Users und 42.000 Seitenaufrufe. Auf Twitter schlossen sich 1.500 Follower unserem Account @Floskelwolke an und auf Facebook klickten uns 1.200 Fans. Überwältigend waren auch die Rückmeldungen. Vor allem per Mail erreichten uns am ersten Tag mehr als 100 Vorschläge für weitere Floskeln und Phrasen für die Wolke. Womit wir nun gar nicht gerechnet hatten, war das Medienecho:

Screenshot bildblog.de

Screenshot bildblog.de

Obwohl es in der Floskelwolke durchaus gegen die eigene Branche geht, mussten wir uns aufteilen, um alle Anfragen zu bedienen. Zwar hatten wir am Wochenende schon auf Twitter ein wenig Eigenwerbung betrieben. Dann aber erschien zunächst BildBlog mit einem freundlichen Hinweis auf uns. Sebastian rotierte in Berlin ab dem berühmten Zeitpunkt 6vor9 und beantwortete Tweets, nahm neue Vorschläge für Begriffe entgegen – und ich schlief. Da war nämlich vorher noch ein Spätdienst im WDR. Noch mit dem ersten Kaffee in der Hand begann dann später auch ich, die Reaktionen zu sortieren und Fragen zu beantworten.

Screenshot ndr.de

Screenshot ndr.de

Denn die Mittagsklicks des NDR-Medienmagazins ZAPP hatten uns empfohlen und es kam ein neuer Schwung an Mails in den Postfächern an. Zwischen den vielen Rückmeldungen erste Interviewanfragen.

Screenshot freie-radios.net

Screenshot freie-radios.net

In Berlin machte sich Sebastian daran, dem freien Radio Corax in Halle die Ziele und die technischen Hintergründe der Floskelwolke zu erläutern. Der Sender schnitt aus der Aufzeichnung ein etwa zehnminütiges Gespräch, das noch am selben Abend ausgestrahlt wurde. Während dieser Zeit klingelte bei mir in Köln das Telefon. Die Redaktion von „Kompressor“ des Deutschlandradio Kultur lud ein zu einem Schaltgespräch für den kommenden Tag.

Screenshot Format.at

Screenshot Format.at

Inzwischen hatte sich die Geschichte auch in Österreich herumgesprochen. Das Branchenmagazin Format schrieb einen Artikel über die Floskelwolke. Und auch in Berlin wurde fleißig getextet, oder genauer gesagt extrem-gefloskelt.

Screenshot taz.de

Screenshot taz.de

Die taz arbeitete sich für ihren Artikel heldenhaft durch alle Begriffe, Floskeln und Phrasen. Heraus kam eine herrlich dramatische und köstliche Geschichte namens „Der Schock sitzt tief!

Nach weiteren Mails und Tweets konnte Sebastian in Berlin dann nach 15 Stunden die Sitzgruppe aufsuchen. Mein morgendlicher Zeitvorteil durch Ausschlafen dehnte sich dann noch in einem Spätdienst bis Mitternacht im DLF aus.

Screenshot meedia.de

Screenshot meedia.de

Am Dienstag musste Sebastian zuerst wieder ran. Nun hatte auch der Branchendienst Meedia sein Interesse an uns gefunden. Auf also ans Telefon zum nächsten Interview, aus dem dieser Artikel entstand.

Screenshot DRadio Kultur

Screenshot DRadio Kultur

Zu diesem Zeitpunkt war im Kölner Funkhaus des DeutschlandRadios schon das Studio H4.2 fest gebucht und ich auf dem Weg in die Anstalt am Raderberg. Um 14.40 Uhr begrüßte mich Stefan Karkowsky, den ich noch aus alten Zeiten bei EinsLive kenne, in seiner Kultursendung. Wir hatten fünf Minuten Zeit zum Gespräch – genau so viel, wie eine Nachrichtensendung. Was bei dem Gespräch herauskam, ist hier zu hören.

Screenshot WDR3

Screenshot WDR3

Und während ich am Mittwoch zu früher Stunde bei WDR2 am Nachrichtentisch sitze, sendet – von mir unbemerkt – nebenan WDR3 ein echtes Sahne-Bonbon. Einen wunderbaren, amüsant vorgetragenen Zwischenruf von Burkard Müller-Ullrich. Ein Hörer machte uns freundlicherweise darauf aufmerksam. Danke!

Übrigens soll dieser Text nicht nach Gejammer über Arbeitsbelastung klingen. Es ist anstrengend, aber auch sehr schön! Jetzt geht es daran, die vielen Vorschläge der Leser auszuwerten und die Floskelwolke und ihre Grafiken zu verfeinern.

 

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Über udostiehl

Redakteur und Sprecher