In 2013 wurden Tickets teurer – der Anglizismus blieb billig

Die Deutsche Bahn wird ja gerne als schlechtes Beispiel für allerlei Ungemach herangezogen. Mindestens in einem Punkt aber ist sie vielen Nachrichtenredaktionen inzwischen ein Stück voraus: Sie schafft konsequent Anglizismen ab. Der „Service Point“ ist inzwischen wieder die „DB Information“ und der „Counter“ heißt nun „Schalter„. Nach und nach sollen alle Bezeichnungen so weit wie möglich ins Deutsche zurückgeholt werden. Im Sommer vergangenen Jahres hat das Unternehmen damit begonnen. Oder soll ich besser sagen: in 2013? Weiterlesen

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Eine Linie macht Sprach-Karriere

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Auf der ganzen Welt tauchen plötzlich „rote Linien“ auf. Zumindest in der Sprachwelt. Diese „roten Linien“ sind – je nach Zusammenhang – schon überschritten, wurden frisch gezogen oder müssen dringend eingeführt werden. Und ein Überschreiten dieser „roten Linie“ kann Konsequenzen haben: Sie reichen von der Strafanzeige

(Berliner Morgenpost, 15.10.12) Innensenator Frank Henkel (CDU) kündigte an, alles dafür zu tun, um die Täter zu fassen und so lange wie möglich wegzusperren. «Hier ist eine rote Linie weit überschritten, wenn ein Mensch in unserer Stadt solch unfassbarer Gewalt ausgesetzt ist.»

bis hin zur Weltkrise:

(Die Welt, 27.09.12) Premier Netanjahu forderte eine „rote Linie“ gegenüber dem Atomprogramm des Iran. „Rote Linien führen nicht zu Krieg“, sagte Netanjahu. „Rote Linien verhindern Krieg.“

Wo kommt diese „rote Linie“ eigentlich her? Weiterlesen