Brauchen wir #grexit, #luxleaks und #reusgate in Nachrichtentexten?

Wer Nachrichten schreibt, kennt die wenig schmeichelhafte Bezeichnung „Zehn-Zeilen-Journalist„. Mehr Platz ist nur in sehr seltenen Fällen drin für ein Thema. Zehn Zeilen sind die durchschnittliche Länge eines Manuskripts in Hörfunk-Nachrichten und deshalb ist jede Möglichkeit, sich kürzer zu fassen, willkommen. Dazu zählen auch Abkürzungen, am besten die, die nicht mehr erklärt werden müssen. Diese Logik funktioniert jedoch nicht immer. Weiterlesen

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Wir treten auf die Schönfärb-Bremse

Politiker sind in ihrer Arbeit meist auch in der Rolle des Verkäufers. Ein Vorschlag braucht das passende Etikett. Erste Voraussetzung: Eine griffige, kurze Bezeichnung muss her. Zweite Hürde: Sie muss positiv klingen und aktiv. Und wenn das sprachliche Strickmuster einmal erfolgreich war, dann wird es zum Standard erhoben – leider auch in vielen Redaktionen: Weiterlesen

Fieberhafte Floskelsuche auf Hochtouren

Wie kommen Ermittler eigentlich auf eine heiße Spur? Durch ordentliche Polizeiarbeit, werden Sie vermutlich antworten. Gelegentlich hilft auch Kommissar Zufall. Ist der Fall gelöst, wird die frohe Kunde per Pressemitteilung veröffentlicht. So weit – so üblich. Es gibt aber noch eine andere Theorie, warum die Spur so heiß gewesen sein könnte: Weiterlesen