„Asyltourismus“ und „Asylgehalt“

Bayerns Ministerpräsident Söder hat in den „Tagesthemen“ die Sicht der CSU auf die Asylpolitik der Bundesregierung erläutert. Die Positionen überraschen nicht – aber die Wortwahl ist bemerkenswert.

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Freibier für alle im Nahverkehr

Die Bundesregierung verteilt entgegen anderslautenden Meldungen keine Geschenke. Öffentliche Verkehrsmittel sollen – und das auch nur in einigen Städten testweise – fahrscheinlos genutzt werden können. Kostenlos ist das nicht. Weiterlesen

„Staatsfunk“ – ein organisierter Etikettenschwindel per Framing

Wenn Sie bei dem Begriff „Staatsfunk“ sofort an Nordkorea denken, dann hat Sie das Framing noch nicht erfasst. Kommt Ihnen aber bei „Staatsfunk“ gleich Mathias Döpfner in den Sinn oder erscheinen Ihnen Bilder von AfD-Politikern und Pegida-Demonstranten im Kopf, dann hat das Framing schon gewirkt. Das ist ein gefährliches Signal. Weiterlesen

Der Pressekodex öffnet sich für die „Lügenpresse“-Verschwörer

Der Deutsche Presserat hat die Richtlinie 12.1 im Pressekodex geändert. In dem Abschnitt geht es um die Berichterstattung über Straftaten und die Erwähnung von ethnischen, religiösen und anderen Zugehörigkeiten der mutmaßlichen Täter. Die Änderung folgt auf die Vorwürfe von „Lügenpresse“-Rufern, die Presse verschweige bewusst solche Einzelheiten. Beim Presserat ist diesen „besorgten Bürgern“ nun gelungen, was nicht nötig gewesen wäre: Die Richtlinie 12.1 ist in ihrer neuen Form unkonkreter und öffnet damit genau jenen Provokateuren neue Möglichkeiten, die Presseberichterstattung ohnehin gezielt diskreditieren wollen. Ein Kommentar. Weiterlesen

Ist das zu viel des Trump? Nein.

„Muss wirklich jeder Schritt des neuen amerikanischen Präsidenten auseinandergenommen werden?“ Dieses Zitat aus der Emder Zeitung begegnete mir vor Kurzem im DLF beim Zusammenstellen der Presseschau. Der Kommentator beantwortete das mit „Doch! Es muss!“ – und er hat Recht. Die Veränderungen in der US-amerikanischen Politik sind so gravierend, dass sie mit den üblichen Mitteln in Nachrichten kaum darstellbar sind.

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Ein gefährliches „Wirus“ breitet sich aus

Wir sind, wir müssen, wir sollten… Diese Formulierungen sind nicht neu. Wer für seine Meinung wirbt, seine Argumente vorbringt und rhetorisch möglichst alle ansprechen möchte, bedient sich gerne solcher „Wir“-Konstruktionen. Dieser Mechanismus jedoch führt inzwischen zu einer – durchaus beabsichtigten – Lagerbildung, die dem Versuch einer Geiselnahme gleichkommt. Ganz nach dem Schema, das George W. Bush einst nutze: „Either with us, or with the terrorists“. Dieses „Wirus“ ist ansteckend und gefährlich. Weiterlesen

Kann ich bitte alle Informationen schon vor der ersten Eilmeldung haben?

Nein. Es gibt keine vollständige Geschichte. Auch wenn auf Twitter, Facebook und sonst wo schon die Gerüchteküche brodelt. Und: Ja, es gibt alle Spekulationen, Fakes und Behauptungen. Aber das hat nichts mit Journalismus zu tun – wird aber oft damit verwechselt. Weiterlesen