Was ist hier eigentlich offenbar?

Wenn es ein mächtiges Wort im Nachrichtengeschäft gibt, dann dieses. Unklare Quellenlage? Offenbar. Widersprüchliche Angaben? Offenbar. Angst vor Falschmeldung? Offenbar. Mit diesem Wort lässt sich alles als Meldung verkaufen. Sind die Tatsachen hinterher doch andere? Macht nichts, war ja nur offenbar so. Das macht den Einsatz dieser Formulierung so gefährlich für die Glaubwürdigkeit von Nachrichten. Weiterlesen

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+++ EIL +++ In China ist ein Sack Reis umgefallen +++ EIL +++

Schnell muss es sein. Und selbst das ist noch zu langsam. Wenn ein wichtiges Ereignis in die Nachrichten kommt, darf keine Zeit verloren werden. Nicht einmal die Zeit, die notwendig ist, um zu recherchieren und Quellen zu prüfen. Weil über soziale Medien alles ungeprüft verbreitet wird, ist der Zeitdruck für professionelle Medien größer geworden. Muss das zum neuen Maßstab werden? Weiterlesen

Dramatisches Drama

Es ist kein neues Phänomen, dass Emotion in Nachrichten Einzug gehalten hat. Die Befürworter argumentieren, die Story rücke so näher an den Hörer, Zuschauer oder Leser – es mache die Nachricht „persönlicher“. Die Gegner, zu denen ich mich zähle, sehen das Neutralitätsgebot in Nachrichten verletzt und vermuten gelegentlich dahinter Effekthascherei. Sei es drum, die Medienlandschaft ist Vielfältig und es gibt Platz genug für unterschiedliche Stile. Ein neuer Trend jedoch geht einen Schritt weiter. Zu weit. Weiterlesen

Schumachers Ski-Unfall – zwischen Spekulation und Fakten

Die Berichterstattung über Michael Schumachers Ski-Unfall hat wieder die alte Frage auf den Tisch gebracht: Ab wann wird ein Thema zur Nachricht? Reicht schon ein erster Hinweis aus unbestätigter Quelle? Muss erst Lebensgefahr bestehen, bevor es relevant genug ist für eine Nachrichtensendung?

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